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Die vier Risikoklassen der KI-Verordnung – wo steht Ihre KI-Nutzung?

KI-Verordnung erklärtZuletzt aktualisiert 2 Min. Lesezeit

Kurze Antwort

Die KI-Verordnung kennt vier Stufen. Verbotene KI darf nicht genutzt werden (z. B. Emotionserkennung am Arbeitsplatz). Hochrisiko-KI (z. B. Recruiting, Kredit und Bildung) verlangt ab 2. Dezember 2027 menschliche Aufsicht, Protokolle und eine Information der Betroffenen. Bei begrenztem Risiko (Chatbots und Deepfakes) muss offengelegt werden, dass es KI ist. Minimales Risiko (z. B. Texte und Zusammenfassungen) verlangt nur KI-Kompetenz. Die Stufe hängt davon ab, wofür die KI genutzt wird – nicht vom Tool.

Probieren Sie es selbst

Wählen Sie eine Aufgabe und sehen Sie, wie sie eingestuft wird:

GoalCube AI MapFiktive Daten
Wofür soll die KI genutzt werden?
Minimales Risiko

Wird automatisch nach Ihren Regeln freigegeben. Ihre Mitarbeitenden brauchen die nötige KI-Kompetenz (Art. 4 KI-VO).

Begrenztes Risiko

Nutzer müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen (Art. 50 KI-VO). GoalCube hat einen fertigen Text, den Sie verwenden können.

Hochrisiko

Recruiting steht in Anhang III KI-VO. Ein Mensch bestätigt die Nutzung, bevor die KI Daten erhält, und entscheidet jeden Fall (Art. 14 und 26 KI-VO; Art. 22 DSGVO).

Verboten

Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist verboten (Art. 5 KI-VO). GoalCube hilft dabei nicht.

Das Beispiel ist vereinfacht. In GoalCube beantworten Sie einige wenige Fragen, und die Einstufung folgt festen Regeln.

Vereinfachtes Beispiel. In GoalCube beantworten Sie ein paar Fragen, und die Einstufung folgt festen Regeln.

So behandelt GoalCube jede Stufe

StufeWas das in GoalCube bedeutet
VerbotenDie Nutzung wird gestoppt. GoalCube hilft dabei nicht (Art. 5 KI-VO).
HochrisikoEin Mensch bestätigt die Nutzung, bevor die KI Daten erhält, und entscheidet jeden Fall über eine Person (Anhang III, Art. 14 und 26 KI-VO).
Begrenztes RisikoWird automatisch nach Ihren Regeln freigegeben. Personen müssen erkennen können, dass sie mit einer KI sprechen oder dass Inhalte von einer KI erstellt wurden (Art. 50 KI-VO).
Minimales RisikoWird automatisch nach Ihren Regeln freigegeben. Die Mitarbeitenden brauchen KI-Kompetenz (Art. 4 KI-VO).

Die Nutzung bestimmt das Risiko

Dasselbe Tool kann unterschiedliche Risiken haben. Copilot, das einen Newsletter-Entwurf schreibt, ist minimales Risiko. Copilot, das Mitarbeitende für einen Bonus in eine Rangfolge bringt, ist Hochrisiko. Deshalb erfassen Sie jede KI-Nutzung einzeln – nicht jedes Tool.

Und die DSGVO?

Die Risikoklasse der KI-Verordnung sagt nichts über personenbezogene Daten. Auch eine Nutzung mit minimalem Risiko kann einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und eine Rechtsgrundlage erfordern, wenn die KI Namen und E-Mail-Adressen sieht.

So gehen Sie vor

  1. Beschreiben Sie die Aufgabe, nicht das Tool.ChatGPT kann für E-Mails minimales Risiko sein und für das Sortieren von Bewerbungen Hochrisiko.
  2. Prüfen Sie zuerst die Verbote.Fällt die Nutzung unter Art. 5, muss sie gestoppt werden.
  3. Prüfen Sie Anhang III.Recruiting, Arbeitsverhältnisse, Bildung, Kredit, Versicherung, öffentliche Leistungen und Biometrie.
  4. Prüfen Sie die Transparenz.Sprechen Menschen mit der KI, oder erzeugt sie Bilder, Ton oder Video, die echt wirken?
  5. Tragen Sie das Ergebnis in Ihr KI-Inventar ein.Mit Begründung, damit Sie zeigen können, warum Sie so eingestuft haben.

Das sagt das Gesetz

Art. 5 KI-VO – verbotene KI-Praktiken
Liste der verbotenen Praktiken, gültig seit 2. Februar 2025.
Art. 6 und Anhang III KI-VO – Hochrisiko
Wann KI Hochrisiko ist, und die Ausnahmen in Art. 6 Abs. 3.
Art. 50 KI-VO – Transparenzpflichten
Chatbots, generative KI, Deepfakes und Emotionserkennung.

Fragen und Antworten

Ist ChatGPT Hochrisiko?

Nein, nicht an sich. Das Risiko hängt von der Nutzung ab. Sortieren Sie mit ChatGPT Bewerbungen, ist diese Nutzung Hochrisiko.

Was, wenn die KI einen Fall nur vorbereitet?

Nach Art. 6 Abs. 3 ist eine KI aus Anhang III kein Hochrisiko, wenn sie nur eine eng begrenzte vorbereitende Aufgabe erfüllt und das Ergebnis nicht wesentlich beeinflusst. KI, die Profiling von Personen betreibt, ist aber immer Hochrisiko.

Wer legt die Stufe fest?

Sie selbst – als Betreiber müssen Sie Ihre Einschätzung erklären können. GoalCube nutzt feste Regeln und zeigt die Begründung.

Quellen

Geschrieben von GoalCube-Redaktion. Zuletzt aktualisiert 11. Oktober 2026. GoalCube hilft Ihnen, die KI-Verordnung und die DSGVO einzuhalten. Es ist keine Rechtsberatung.

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