ChatGPT und DSGVO: Dürfen Unternehmen ChatGPT mit personenbezogenen Daten nutzen?
Kurze Antwort
ChatGPT lässt sich im Unternehmen nach der DSGVO nutzen – aber nicht mit kostenlosen oder privaten Tarifen, wenn personenbezogene Daten im Spiel sind. Nutzen Sie ChatGPT Business oder Enterprise: Dort trainiert OpenAI standardmäßig nicht mit Ihren Daten, und der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist enthalten. Die Daten werden grundsätzlich in den USA verarbeitet; nur bei Enterprise können sie in der EU gespeichert und verarbeitet werden. Am sichersten ist es, wenn ChatGPT die echten Namen gar nicht sieht: Pseudonymisieren Sie die Daten in der EU, bevor sie verschickt werden.
Probieren Sie es aus: Was sieht ChatGPT?
Schreiben Sie einen Text mit Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Sehen Sie, was die KI mit GoalCube zu sehen bekäme. Der Text verlässt Ihren Browser nicht.
Die fünf Fragen, die Sie beantworten können sollten
- Welchen Tarif nutzen wir, und haben wir einen AVV?
- Trainiert OpenAI mit unseren Daten?
- Wo werden die Daten verarbeitet, und auf welcher Grundlage werden sie übermittelt?
- Welche personenbezogenen Daten schicken wir – und sind sie nötig?
- Steht die Nutzung in unserem KI-Inventar, und haben die Mitarbeitenden eine KI-Schulung erhalten?
ChatGPT im Vergleich
Im Vergleich der KI-Dienste finden Sie Claude, Copilot, Mistral und Gemini.
So gehen Sie vor
- Wählen Sie einen Business-Tarif.Business oder Enterprise – nicht Free oder Plus für Arbeitsdaten.
- Prüfen Sie den AVV.Für EU-Kunden wird er mit OpenAI Ireland geschlossen.
- Prüfen Sie das Training.Die Business-Tarife nutzen Ihre Daten standardmäßig nicht zum Training.
- Prüfen Sie, wo die Daten verarbeitet werden.Meist in den USA. Die Übermittlung braucht eine Grundlage.
- Schicken Sie keine Namen, wenn es sich vermeiden lässt.Mit GoalCube sieht ChatGPT nur [PERSON_1].
- Erfassen Sie die Nutzung.In Ihrem KI-Inventar, mit Zweck und Risiko.
Das sagt das Gesetz
- Art. 28 DSGVO – Auftragsverarbeiter
- Pflicht zum Auftragsverarbeitungsvertrag.
- Art. 44–46 DSGVO – Übermittlungen
- Eine Übermittlung in die USA braucht eine Grundlage, etwa das Data Privacy Framework oder Standardvertragsklauseln.
- Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO – Datenminimierung
- Nur die Daten, die für die Aufgabe nötig sind.
Fragen und Antworten
Hat ChatGPT eine DSGVO-Freigabe?
Eine DSGVO-Freigabe für Tools gibt es nicht. Entscheidend ist Ihre Nutzung: Tarif, Vertrag, Zweck und Datenminimierung.
Trainiert OpenAI mit unseren Daten?
In Business und Enterprise standardmäßig nicht. In kostenlosen und privaten Tarifen können Unterhaltungen zum Training genutzt werden, wenn man das nicht abschaltet.
Können die Daten in der EU bleiben?
Nur bei Enterprise können neue Workspaces ihre Daten in der EU speichern und verarbeiten lassen. Mit GoalCube verlassen die echten Namen die EU gar nicht – egal, welcher Tarif.
Quellen
- OpenAI: Enterprise privacy
- OpenAI: Data Processing Addendum
- Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) auf EUR-Lex
Geschrieben von GoalCube-Redaktion. Zuletzt aktualisiert 11. Oktober 2026. GoalCube hilft Ihnen, die KI-Verordnung und die DSGVO einzuhalten. Es ist keine Rechtsberatung.
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