Fristen und Bußgeldrahmen in KI-VO und DSGVO
Kurze Antwort
Die DSGVO gilt seit dem 25. Mai 2018. Die Verbote der KI-VO und die Pflicht zur KI-Kompetenz gelten ab dem 2. Februar 2025, die Kennzeichnungspflicht bei Chatbots und KI-Inhalten ab dem 2. August 2026 und die Anforderungen an Hochrisiko-KI nach Anhang III nach dem Digital-Omnibus ab dem 2. Dezember 2027. Die Bußgeldrahmen reichen bis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Umsatzes.
Fristen
| Datum | Was gilt |
|---|---|
| 25. Mai 2018 | Die DSGVO gilt, darunter Art. 22 zu automatisierten Entscheidungen und Art. 35 zur Datenschutz-Folgenabschätzung. (DSGVO) |
| 2. Februar 2025 | Das Verbot bestimmter KI-Nutzung und die Pflicht zur KI-Kompetenz gelten. (Art. 4 und 5 KI-VO) |
| 2. August 2026 | Die Informationspflicht bei Chatbots und KI-generierten Inhalten gilt. (Art. 50 KI-VO) |
| 2. Dezember 2027 | Die Anforderungen an die Nutzung von Hochrisiko-KI (z. B. Recruiting und Personalfälle) gelten. (Art. 26 und Anhang III KI-VO (Digital Omnibus)) |
Bußgeldrahmen
| Verstoß | Bußgeldobergrenze | Rechtsgrundlage |
|---|---|---|
| Verbotene Nutzung von KI | 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Umsatzes | Art. 99 Abs. 3 KI-VO |
| Übrige Anforderungen der KI-VO, z. B. menschliche Aufsicht, Protokoll und Informationspflicht | 15 Mio. € oder 3 % | Art. 99 Abs. 4 KI-VO |
| Automatisierte Entscheidungen, Rechte der betroffenen Personen und Übermittlung aus der EU | 20 Mio. € oder 4 % | Art. 83 Abs. 5 DSGVO |
| Z. B. fehlende Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) oder Datenschutz durch Technikgestaltung | 10 Mio. € oder 2 % | Art. 83 Abs. 4 DSGVO |
Die Bußgeldrahmen sind die höchsten Beträge, die das Gesetz erlaubt. Für kleine und mittlere Unternehmen können niedrigere Obergrenzen gelten. Mehr zu den Fristen lesen Sie unter Art. 4 KI-VO.